Pilze sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, und zwar im Kontext von Ernährung, medizinischer Forschung und vor allem von (Wald)Ökologie. Viele Zusammenhänge verstehen wir noch gar nicht oder nur anfanghaft, aber bestimmte Wirkweisen scheinen – man denke nur an den Birkenporling und den Zunderschwamm, den ‚Ötzi‘ bei sich trug – schon lange bekannt gewesen zu sein. Dies führte zu der Frage, wie es um mykologisches Wissen sowie Anwendungskontexte in der Antike bestellt war, zumal nicht wirklich ein Forschungsstand dazu vorliegt. Auf den ersten Blick ergeben sich deutlich mehr Leerstellen als gesicherte Erkenntnisse, bei näherer Betrachtung treten jedoch z.T. erstaunliche Einsichten zutage. Dieses Themenfeld wird unter den drei im Titel genannten Begriffe – Nahrung, Heilmittel und Gift – neu aufbereitet. Es wird ferner gezeigt, wo noch beträchtliche Forschungspotentiale für eine Kulturgeschichte der Pilze liegen.
Der Eintritt ist frei!
(*) : Les manifestations pouvant être supprimées, annulées, ajournées, prenez contact avec les organisateurs avant de vous déplacer.
